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Rüttelbeläge (Rüttelboden)

Bildquelle: AGROB BUCHTAL
Für Bodenbeläge mit hoher Beanspruchung im industriellen, gewerblichen und öffentlichen Bereich sind keramische Rüttelbeläge die erste Wahl. Hierbei wird durch maschinelles, hochverdichtetes Einrütteln des Bodenbelags eine engfugige, kompakte Einheit aus Oberbelag und Bettung geschaffen. Durch die Verlegung und das maschinelle Anklopfen des Materials in einem Arbeitsgang können große Flächen in relativ kurzer Zeit gefertigt werden.

Die Vorteile dieses professionellen und hoch entwickelten Verlegeverfahrens liegen klar auf der Hand: schnelle Verlegung, kurze Aushärtezeiten, lange Haltbarkeit und Verschleißfestigkeit sowie hohe Stabilität. Darüber hinaus ist diese zeitsparende Verlegetechnik aufgrund reduzierter Arbeitskosten und schneller Inbetriebnahme äußerst rentabel.

Das Material:

Das beim Rüttelverfahren verwendete Material ist eine bei hohen Temperaturen aus trocken-gepresstem Ton gebrannte keramische Bodenfliese. Die Dicke richtet sich nach der zukünftigen Belastung, beträgt aber mindestens 12 mm. Wichtig ist, dass die verwendete Bodenfliese bzw. -platte der DIN 18158 „Vollklinkerplatten“ bzw. EN DIN EN Iso 14411 „Feinsteinzeugplatten“ entspricht.

Die Formate können quadratisch, rechteckig oder auch sechseckig sein. Die Abmessungen liegen zwischen 15x15 cm bis 30x30 cm.

Da Rüttelbeläge extrem maßhaltig bzw. scharfkantig sind und dadurch „knirsch“ (engfugig) verlegt werden können, entsteht ein ebenflächiger Boden ohne Plattenüberstände. Abplatzungen von Kanten bei rollenden Lasten sind somit ausgeschlossen. Auch die maschinelle Reinigung und Pflege der Oberfläche ist dadurch einfach und führt zu niedrigen Folgekosten.

Das Verlegeverfahren im Überblick:

Bildquelle: AGROB BUCHTAL
Im Gegensatz zur Herstellung der keramischen Rüttelbeläge unterliegt das Rüttelverfahren an sich keiner Norm. Die übliche Vorgehensweise lautet jedoch wie folgt:
  • Zuerst wird der Bettungsmörtel vorverdichtet und ebenflächig abgezogen. (Waagerecht oder im vorgegebenen Gefälle)
  • Hierauf erfolgt der Auftrag einer zementangereicherten Kontaktschicht.
  • Auf dieser Oberfläche werden dann die keramischen Bodenfliesen eingelegt und mit Hilfe eines Flächenrüttlers (inkl. Schwingungs- oder Vibrationsmotor) angeklopft. Im Zuge des Rüttelvorgangs wird das Mörtelbett hohlraumfrei verdichtet und die Kontaktschlämme steigt in die sehr eng gelegten Fugen auf. Dadurch entsteht eine vollflächige Verbundhaftung.
  • Abschließ end wird die fertig gelegte keramische Oberfläche ausgefugt und gesäubert.
  • Der Boden ist in der Regel nach 7 Tagen begehbar und kann nach 28 Tagen voll belastet werden.

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